Die Zukunft der Musik

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„Musik wird oft nicht schön gefunden, weil sie stets mit Geräusch verbunden“, sagte schon Wilhelm Busch (1832 – 1908), deutscher Zeichner, Maler und Schriftsteller. Das hängt aber auch mit der Musik selbst zusammen. Es gibt Musik, die gefällt und nicht gefällt, es ist Geschmackssache. Und die Art, wie Musik „konsumiert“ wird, spielt dabei auch eine wichtige Rolle.

In einer Studie wurden 2018 Menschen im Alter von 16 bis 70 Jahren zu diesem Thema befragt. Es ging hier sowohl um die Nutzung der Musik, als auch das Suchen nach geeigneter Musik und wo und wie diese Musik gekauft wird. Früher gab es das Radio, das Cassetten-Deck und die Schallplatte, dann kam die CD und der MP3 Player – heute gibt es Streaming-Dienste, Musikportale und Youtube. Hier kann jede Geschmacksrichtung ausreichend bedient werden. Aber das alleine reicht nicht; es geht auch um das Entdecken und Suchen neuer Musik, dem Kaufverhalten, dem Besuch von Live-Acts jeder Art (große Events in großen Hallen, oder kleine Konzerte in Clubs etc.). Auch die dementsprechenden Künstler mit moderner Darstellung ihrer Musik, ihren Texten und ihren Videos sind von Bedeutung für die Wahl der Musikrichtung.

Natürlich spielt die Qualität und die Gestaltung hier mit: Wie ist ein Musikvideo gemacht, spricht es an, sendet es eine Botschaft, wie ist die Qualität, ist es zum Genießen, Entspannen oder einfach nur zum „Chillen“. Wichtig ist auch, die Art der Musik. Der Musikgeschmack hat immer etwas mit musikalischer Ausbildung zu tun. Ein klassischer Musiker findet in seiner Freizeit Entspannung darin, Klassik zu hören. Aber es gibt auch klassische Hobby- und Berufsmusiker, die alles Querbeet konsumieren, um mal abschalten zu können.
Musik hat in den letzten Jahren einen Wandel vollzogen. Das wird sich in der Zukunft weiter fortsetzen. Ein Beispiel: kostenpflichtige Streaming Angebote werden immer häufiger genutzt, Musik ist heute digital – diese Entwicklung wird weiter voranschreiten.

Ergebnisse der Studie

Schon jeder Zweite der Befragten nutzt Streaming-Angebote, jeder Vierte die kostenpflichtige Version. Der Markt wächst, doch Anbieter müssen darauf achten ihr Angebot breit aufzustellen, denn wenn Konsumenten einen Lieblings-Act haben, muss der komplett verfügbar sein, sonst wird das Abo gekündigt!
Das Radio verzeichnet die höchste Verweildauer. Von ca. 22 Stunden Musik, die pro Woche gehört werden, kommt die Hälfte über Radiosender. Tonträger (CD) liegen bei ca. eineinhalb Stunden, gespeicherte Musik (digital) bei ca. dreieinhalb Stunden. Streaming-Dienste werden ca. zwei Stunden in Anspruch genommen.

Der Besitz von „physischen Musikaufnahmen“ (CD) ist nicht mehr wichtig – die Hälfte aller Konsumenten brauchen keine Downloadrechte mehr, stattdessen reicht ein Zugriffsrecht auf Musikangebote. 10 % haben keine CDs mehr, aber 44% der Befragten haben mehr als 500 digitale Musikdateien.
Konzerte stehen noch immer hoch im Kurs. Hier werden im Schnitt einmal pro Jahr 50 Euro für einen interessanten Live-Act ausgegeben. Es gibt auch Konzert-Fans, die drei Mal im Jahr Live-Events besuchen, dabei spielt die wirtschaftliche Situation natürlich die entscheidende Rolle. Die Zahlungsbereitschaft für physische und digitale Alben ist bei Konzert-Fans hoch.

Wir wird Musik konsumiert? Bereits 10 % haben Smartspeaker (Google Home, Amazon Echo etc.), die auch zum Hören von Musik verwendet werden. Die Qualität dieser Systeme wird immer besser, die sprachgesteuerte Suche nach Musik vereinfacht es zusätzlich. Musik – Mobil: das ist heute gängig. Vom Tablet oder Smarthone (iPhone) auf Kopfhörer oder ein Soundsystem. Die traditionelle Stereoanlage wird nur von 18% genutzt; daran erkennt man die Bedeutung der digitalen Verfügbarkeit von Musik.

Fazit: Musik ist im Zeitalter 4.0 angekommen, die Digitalisierung hat längst stattgefunden. Im Vergleich. Vor 30 Jahren ging man Platten kaufen, vor 20 Jahren dann CDs und MP3 Player, heute wird Musik gestreamt und online gesucht und gefunden. Musik wird immer ein Teil unseres Lebens bleiben, egal wie und woher!